Herbsttour Italien 2017

Herbstzeit Goldener Oktober

In der trüben Jahreszeit wollten wir noch einmal für eine Woche in wärmere Gefilde fahren. Auch wenn das für uns bedeutet, dass ein Großteil der Tour für uns quer durch Deutschland führt, starteten wir am Nachmittag auf unsere insgesamt 3.200 km langen Reise.
Beim ersten Tankstopp beim Autohof Soltauer Heide konnten wir auch kostenfrei Wasser tanken; ein nicht immer selbstverständlicher Service an einem Autohof.

Den ersten Zwischenstopp machten wir kurz vor Mitternacht in Arnstein, einem kleinen Stellplatz zwischen Fulda und Würzburg in unmittelbarer Nähe der A7. Die Nacht war kurz, wollten wir vor Sonnenaufgang wieder los, um abends in Venedig zu sein.

So holten wir uns bevor der erste Hahn kräht im Ort frische Brötchen und fuhren zunächst weiter Richtung Füssen. Den notwendigen Tankstopp verknüpften wir mit dem ausgiebigen Frühstück.

Ab durch die Alpen und auf nach Venedig

Wir hatten uns diesmal die Go Box für Felice geholt, wollten wir doch in Anbetracht der kurzen Urlaubszeit schnell durch Österreich kommen und nicht wie im Sommer üblich den Weg durch die Schweiz nehmen. Die Formalitäten hierzu hatten wir 10 Tage an die ASFINAG gesandt, die uns innerhalb von 24 Stunden alle notwendigen Unterlagen zur Abholung einer Go Box an den entsprechenden Ausgabestellen auf deutscher Seite zugesandt hatten.

Dank der Go-Box waren wir dann gegen 15.00 Uhr in Venetien, wo wir unsere Vorräte mit italienischen Leckereien auffüllten und weiter zum Campingplatz Miramare Village fuhren.

Es wurde nun Anfang Oktober früh dunkel und der berüchtigte Herbstnebel in der Lagune zog auf. Im nebligen Dunkeln mit Sichtweiten von nur wenigen Meter schlichen wir Richtung Punta Sabbione und erreichten schließlich den Campingplatz um 19.00 Uhr.

Die folgenden vier Tage blieben wir hier und fuhren täglich mit den Vaporetti von der nahegelegenen Sation nach Venedig.

Rückweg über den Gardasee

Dann mussten wir allmählich auch wieder die Rückfahrt in den Norden antreten und verließen Venedig.
Erst überlegten wir, ob wir einen Abstecher nach Verona machen. Doch leider fand sich hier kein vernünftiger Stellplatz und wir parken Felice nur äußerst ungern einfach irgendwo im Ort und gehen dann Bummeln. Zu groß ist die Sorge bei der Rückkehr eine böse Überraschung zu erleben. So blieben wir auf der Autobahn und ließen Verona an uns vorüberziehen und fuhren nur kurz von der Autobahn herunter um in einem Einkaufszentrum ein paar Dinge zu besorgen. Dann fuhren wir direkt weiter nach Lazise an den Gardasee.

Zu dieser Zeit sind gar nicht mehr so viele Campingplätze am Gardasee geöffnet. Wir entschieden uns für einen der größeren Plätze: Camping Spiaggio d’Oro

Der Platz wirkte schon fast gespenstisch. Eine leere Reihe nach der anderen war zu sehen, diesen Anblick kennt man im Sommer nicht, da sind die Plätze alle rappelvoll besetzt. Wenn dann die Sonne so schräg durch die Baumreihen entlang der Wege fällt, sieht das recht trostlos aus.

Wir konnten weit bis hinunter an den See fahren. Dort, in der ersten Reihe war tatsächlich noch alles voll. So suchten wir uns einen Platz in der zweiten Reihe, schön in der Oktobersonne. Dadurch hatten wir es nicht sehr weit bis zum See und wir aktivierten ein letztes Mal im Jahr unsere iSUPs.

So herrlich ruhig haben wir den Gardasee noch nie erlebt. Sämtliche Boote waren bereits aus dem Wasser heraus, das Wasser war also nicht wie sonst total aufgewühlt von den ganzen Motorbooten, sondern glasklar. Leider war es auch sehr kalt, was die Kinder nicht davon abhielt, ein Bad zu nehmen. Brrrrr.

Ein abendlicher Spaziergang nach Lazise brachte auch hier Ernüchterung. Der im Sommer so belebte Ort war komplett ausgestorben. Nur wenige Geschäfte hatten überhaupt geöffnet, die meisten hatten bereits geschlossen und würden erst im kommenden Frühjahr, wenn die Saison wieder beginnt, öffnen.

Nach zwei Nächten fuhren wir weiter Richtung Norden nach Riva del Garda. Hier gibt es, direkt am See einen Campingplatz mit angeschlossenem Hotel, das Camping Al Lago

Riva war nicht ganz so ausgestorben, da hier weit mehr Einheimische unterwegs waren und ihren täglichen Beschäftigungen nachgingen. Zu Fuß haben wir noch einen Ausflug nach Arco gemacht, auch das ein wirklich netter, allerdings wieder verschlafener Ort etwas vom See entfernt. Unser Highlight dort war dann ein nettes Cafe Veganima, welches vegane Küche anbietet.

Unser Fazit für Riva del Garda: Hier kann man also auch im Herbst gut einen Halt machen.

Nun ging der Kurzurlaub langsam zu Ende und wir fuhren durch die Alpen zurück nach Deutschland. An diesem Tag kamen wir bis nach Rotenburg an der Fulda. Hier haben übernachteten wir eine Nacht auf dem Stellplatz. die letzte Etappe am nächsten Tag ging dann zurück nach Kiel gefahren und wir sind glücklich zuhause angekommen.

Insgesamt sind wir auf dieser Tour über 3.000 km gefahren. Es sind zwar viele Kilometer, aber der Erholungswert auch bei nur 10 Tagen im Wohnmobil wieder voll da.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.