Manche Erfahrungen macht man nur einmal – und sorgt anschließend dafür, dass sie sich möglichst nicht wiederholen.
Bereits 2016 hatten wir mit unserem damaligen Felice eine unangenehme Begegnung mit einem Marder. Auf einem Parkplatz in Bad Liebenwerda hatte sich der kleine Nager nachts an einer elektrischen Leitung im Motorraum zu schaffen gemacht.
Das Ergebnis: Unser Wohnmobil sprang zwar noch an, ging aber gleich wieder aus und nahm kein Gas mehr an. Statt unsere Reise wie geplant fortzusetzen, führte uns der Weg zunächst in eine Werkstatt.
Die ganze Geschichte haben wir damals in unserem Beitrag „Marderfraß – So nicht mein Freund!“ beschrieben.
Nach diesem Erlebnis war für uns klar, dass wir einen solchen Schaden möglichst nicht noch einmal erleben wollten. Deshalb hatten wir uns damals für ein Marderabwehrgerät entschieden, das zwei unterschiedliche Schutzmechanismen kombiniert: Ultraschall und elektrische Kontaktplatten. Das Gerät sendet regelmäßig hochfrequente Töne aus, die Marder abschrecken sollen. Zusätzlich werden im Motorraum Kontaktplatten angebracht, die bei Berührung einen kurzen, unangenehmen elektrischen Impuls abgeben.

Besonders praktisch fanden wir die batteriebetriebene Ausführung. Dadurch ist kein Eingriff in die Fahrzeugelektrik notwendig und das Gerät funktioniert unabhängig von der Starterbatterie, der beim Mercedes Sprinter sowieso stark belastet wird.
Seit dem damaligen Einbau haben wir mit dieser Lösung ausgesprochen gute Erfahrungen gemacht. Wir hatten keinen weiteren Marderbesuch und -schaden zu verzeichnen.
Natürlich lässt sich nicht feststellen, ob tatsächlich Marder versucht haben, in unseren Motorraum einzudringen und durch das Gerät vertrieben wurden. Aber das Ergebnis spricht für sich.
Deshalb stand beim Wechsel auf unseren neuen Felice schnell fest: Auch dieses Fahrzeug bekommt wieder einen Marderschutz.
Auch beim neuen Felice kommt wieder ein batteriebetriebenes Marderabwehrgerät* mit Ultraschall und elektrischen Kontaktplatten zum Einsatz. Bei der Montage ist vor allem die Positionierung der Kontaktplatten entscheidend.
Marder gelangen üblicherweise von unten in den Motorraum. Deshalb sollten die Kontaktplatten möglichst dort angebracht werden, wo die Tiere auf ihrem Weg nach oben vorbeikommen. Da befindet sich allerdings der Unterfahrschutz, so dass der Einbau etwas kniffeliger war.

Wie schon bei unserem vorherigen Wohnmobil habe ich versucht, die möglichen Zugangswege entsprechend abzusichern.
Ein Marder kann mit wenigen Bissen erhebliche Schäden verursachen. Besonders ärgerlich wird es, wenn das Fahrzeug deshalb nicht mehr fahrbereit ist. Gerade mit unserem Wohnmobil, mit dem wir auch abseits größerer Städte unterwegs sind, möchten wir solche unangenehmen Überraschungen möglichst vermeiden.
Ein Marderabwehrgerät ist natürlich keine Garantie dafür, dass es niemals zu einem Schaden kommt. Unsere langjährigen Erfahrungen sind aber durchweg positiv.
