Honig von Sardinien

Probiert ihr auch so gerne regionale Produkte, wenn ihr unterwegs seid?

Wir machen das sehr gerne, und wenn wir auf Sardinien sind, dann fallen uns immer gleich mehrere Leckereien ein, die wir unbedingt holen müssen.

In diesem Jahr bekamen wir eine Empfehlung für eine Imkerei im Südosten Sardiniens und so machten wir uns mit unserem Elektroroller bei feinstem Scirocco, also Temperaturen von über 40 Grad Celsius auf den Weg dorthin.

Honig von Sardinien gibt es hier

Honig von Sardinien kaum zu übersehen

In einer Seitenstraße von Camisa im Hinterland von Castiadas befinden sich einige Direktvermarkter. Die Imkerei befindet sich in einem eingeschossigen Gebäude in einem weitläufigen Garten. Betritt man den kleinen Laden, wird man sofort von herrlichem Honigduft umschmeichelt. Regale voller Honiggläser lachen uns an, noch viel mehr aber die Tochter des Hauses, eine der Imkerinnen. Sie spricht gut englisch und lässt uns von den verschiedenen Honigsorten kosten, erzählt uns dazu, wann, also in welcher Jahreszeit der Nektar gesammelt wurde und um welche Pflanzen es sich handelt.

So bekommen wir zum Beispiel Lavendelhonig, der so köstlich schmeckt und duftet, dass wir gleich ein Glas mitnahmen. Es gibt so viele verschiedene Sorten, sehr fruchtige, süße, aber auch fast salzige und bittere Honige.

Der kleine Verkaufsraum

Nachdem wir uns für drei Honigsorten entschieden und diese bezahlt hatten, fragte uns die freundliche Imkerin, ob wir auch noch einen Blick in die eigentliche Imkerei werfen wollten. Selbstverständlich wollten wir das und nahmen das Angebot mit Freuden an.

Sie führte uns nach hinten in eine kleine Halle, in der etliche Bienenstöcke standen, voller Waben und diese teilweise noch voller Nektar.

Honig von Sardinien Cantina

Sie nahm eine der Waben und zeigte uns, wie diese bearbeitet werden.

Honig von Sardinien

Honig von Sardinien Honigwabe

Zuerst wird mit einem scharfen Messer die Verkapselung aus Wachs aufgeschnitten. So liegt der Nektar frei und die Wabe kann nun in die Schleuder gelegt werden. Hier wird nun der Honig aus den Waben herausgeschleudert. Unten läuft diese köstliche klebrige Masse dann in einen Eimer.

Honig von Sardinien Honigschleuder

Man sieht, dass der Honig zum Teil noch mit Wachs versetzt ist. Sie erklärt uns, dass der Honig nun noch gefiltert wird, außerdem lässt man ihn in größeren Tanks stehen. So trennt sich alles von dem Honig und schwimmt auf. Unten an dem Tank befindet sich ein Ventil, hier wird nun der Honig in die Gläser abgefüllt.

Honig von Sardinien

Es ist beeindruckend zu sehen, wie naturnah alles ist und dass alles wirklich handwerklich und nicht groß maschinell (außer das Schleudern ) verarbeitet wird. Das schmeckt man auch.

Öffnet man zuhause das Glas und genießt den Honig auf einem Brötchen, dann meint man, man sei wieder auf Sardinien. Was für eine schöne Erinnerung.

Einfach lecker

Wir können euch nur empfehlen, dort auch mal einen Abstecher hin zu machen.
Gleich nebenan ist auch noch eine Käserei, hier gibt es dann noch leckeren Pecorino von hoher Qualität.

Die Imkerei heißt Sa domu de s´abi

Ihr findet sie auf Instagram @sadomudesabi oder bei facebook. Schreibt uns, falls ihr auch mal dort ward und wie es euch gefallen hat.

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