Mit dem Zweiten sieht man besser

Bisher hatten wir eine recht einfache werkseitig installierte Rückfahrkamera mit Spiegelmonitor zum Einparken an unserem Wohnmobil. Diese Kamera schaute von oben auf die Heckschürze und ca. 50 cm dahinter. Der vorhandene Spiegelmonitor konnte aber eine weitere Kamera anzeigen und wuchs die Idee eine zweite Kamera einzubinden.

Alte Rückfahrkamera

Ich würde gerne beim Rückwärtsrangieren weiter nach hinten sehen können. Während der Fahrt kann ein Blick nach hinten  z.B. am Stauende auch nicht schaden.

Die vorhandene Spiegelkamera war aber in der Auflösung und Bedienung recht bescheiden und so schaute ich nach etwas besseren. Wenn ich schon neue Kabel zur Kamera ziehen muss, dann auch gleich vernünftig Hardware verwenden.

Gefunden habe ich die gut bewertetet AZDOME 11.8′ Spiegel DashCam mit Rückfahrkamera. Der Spiegel kann die Bilder der hinteren und der im Spiegel eingebauten vorderen Dashcam gleichzeitig anzeigen und speichert zusätzlich rollierend die Bilder auf einer MicroSD Karte.

Zusätzlich benötigte ich noch eine 10 m Verlängerung des Kabels und einen 12V auf 5V Mini USB Adapter.  Mit diesem Adapter kann ich die Verkabelung fest installieren und muss keinen Stecker für den Zigarettenanzünder verwenden. Gibt es den Zigarettenanzünder eigentlich noch?

Die größte Schwierigkeit beim Einbau war, eine vernünftige Position für die neue Kamera zu finden. Ich habe viele Positionen, auf dem Dach, über dem Nummernschild, unter der Heckschürze, durchprobiert und bin dann per Zufall auf eine Lösung gestoßen, die ich sofort als die einzige richtige ansah.

Die neue Kamera sollte gleich neben der bereits vorhanden Kamera  montiert werden. Dafür musste das vorhanden Halteblech ausgetauscht und der Kunststoffrahmen weiter ausgeschnitten werden. Also  habe ich  eine neue Halteplatte konstruiert und 3D gedruckt. Diese Halteplatte kann sowohl die vorhandene Kamera zum Einparken als auch die neue Rückfahrkamera aufnehmen. Die größte Schwierigkeit war dann den richtigen Blickwinkel der neuen Kamera zu finden.

Nach einigen Versuchen und Messen passte dann das Ergebnis:

3D Modell Kamerahalter

Nun ging es an den Einbau aller Komponenten. Die bisherige Rückfahrkamera in die runde Aussparung geschraubt und die ein wenig mechanisch verkleinerte neue Rückfahrkamera in den rechteckigen Ausschnitt geklebt.

Dann ging es daran, das Kabel von hinten nach vorne zum Spiegel in den Innenraum zu verlegen. Hierbei leistete mir eine Einziehhilfe aus Fiberglas sehr gute Dienste, um die Kabel hinter der Heckverkleidung durchzuziehen. Das Kabel verlegte ich zusammen mit dem Elektromontagesatz der neuen Anhängerkupplung in einem Wellrohr unter dem Wohnmobil zum Batteriekasten. Hier lag dann schon Kupplung des Kabels, welches vom Spiegel kommt.

Nun alle Kabel angeschlossen und die Kunststoffplatte mit einem Bitumenband rundherum gegen Regenwasser abgedichtet und angeschraubt.

Mit dem Zweiten sieht man besser

Das Bild der neuen Kamera ist viel klarer als das der alten Rückfahrkamera. Über den Touchscreen im Spiegel können auch weitere Ansichten gewählt und alle Einstellungen vorgenommen werden. Beim Einlegen des Rückwärtsgangs schaltet die Kamera auf ein Vollbild mit Sicht nach hinten inkl. Hilfslinien um und passt den Blickwinkel ein wenig nach unten an.

Mit dem zweiten sieht man besser

Die bisherige Rückfahrkamera habe ich auf unser Alpine X903-DU Navigationsgerät umgelegt. Damit kann ich beim Rangieren nach hinten sehen und gleichzeitig über den zweiten Monitor im Alpine direkt hinter das Wohnmobil.

Hierfür musste ich, da nun zwei Kameras am Alpine hängen, eine kleine Verteilerbox, das Alpine KCX-C250MC, zwischensetzen. So kann ich nun mit dem Touchscreen des Alpine zwischen der alten Rückfahrkamera und der Abwasserkamera umschalten.

Fazit

Der Einbau war leichter und zügiger als die ganze Vorüberlegung  und das Ausprobieren. Nun haben wir eine gute Rückfahrkamera und zusätzlich eine Dahscamfunktionalität, mit der wir uns vor mutwillig zugefügten Schäden schützen können.

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